Jeder Mensch der einen Kredit aufnehmen will weiß im Prinzip was der Zinssatz ist. Für viele ist der Zinssatz wohl das wichtigste an einem Kredit, denn der zeigt praktisch wie viel sie für den Kredit bezahlen. Der Zinssatz wird auch Zinsfuß genannt, aber dieser Ausdruck ist schon etwas veraltet. Der Zinssatz wird auch tatsächlich als Preis für geliehenes Geld definiert, und dieser Preis wird in Prozent vom geliehenen Geld ausgedrückt.
Es gibt mehrere Arten von Zinssatz: der Nominalzinssatz, der Realzinssatz und der Effektivzinssatz. Der erste Zinssatz bezeichnet den reinen Zins, als den Betrag der praktisch berechnet wird. Der Realzinssatz bezeichnet den Zinssatz für die Bereinigung der Inflation. Der Effektivzinssatz beinhaltet auch alle Nebenkosten und den Zahlungskurs.
Meist wird bei einem Kredit der Nominalzinssatz angegeben. Deshalb müssen Sie auch überprüfen, welche anderen Kosten anfallen und wie bei Ihrem Vertrag der Realzinssatz kalkuliert wird. Viele lassen sich von dem Nominalzinssatz verführen ohne weiter zu denken. Aber bei einem Kredit muss man sehr gut aufpassen und genau nachlesen, welche Konditionen und Zahlungen anfallen.
Der Zinssatz beträgt meistens zwischen 5% und maximal 30%. Der wichtigste Faktor für den Zinssatz ist die Dauer des Kredits. Je kürzer die Dauer des Kredits, umso höher ist der Zinssatz, denn für die Bank oder das Kreditinstitut lohnt es sich mehr, wenn das Geld langsam zurück kommt. Für den Kreditnehmer lohnt es sich mehr wenn ein Kredit kurz gehalten wird, weil er seinen Schulden schneller los wird, aber dafür muss er auch einen höheren Zinssatz in Kauf nehmen.
Wichtig bei einem Kredit ist es die optimale Balance zwischen Zinssatz und Dauer des Kredits zu finden. Ein anderer Faktor für die Berechnung des Zinssatzes ist der Risikofaktor des Kredits. Je größer das Risiko, umso mehr Zins verlangt die Bank oder das Kreditinstitut, denn mehr Geld wird durch Zahlungsunfähigkeit verloren. Um trotzdem einen Gewinn zu machen, muss die Bank mehr Geld von denen bekommen die ihren Kredit auch wirklich bezahlen.
Der Zinssatz ist auch rechtlich geregelt und je nach Art von Kredit oder den Zweck des Kredits gibt es einen anderen minimal Zinssatz und maximal Zinssatz. Doch in der Praxis werden meistens Beträge zwischen diesen Margen als Zinssatz abgenommen. Doch manche Kreditinstitute haben versteckte Kosten, die für sie einen Gewinn darstellen, aber nicht als Zins gerechnet werden.
So werden zum Beispiel manchmal verschiedene Beiträge fällig für bestimmte Zahlungsarten, oder wenn sie Kopien von Papieren beantragen. Dies alles muss in dem Vertrag festgehalten werden, und deshalb sollten Sie ihn mindestens einmal komplett durchlesen. Am besten lesen Sie ihn aber auch zwei Mal. Es gibt keinen Grund aus dem Sie sich beeilen sollten, und wenn Sie merken, dass Druck auf Sie ausgeübt wird, weil das Angebot beispielsweise zeitlich befristet ist, sollten Sie sich sofort Gedanken machen, ob es überhaupt ein seriöses Angebot ist. Um so mehr sollten Sie dann aufpassen, und es ist zu empfehlen, dass Sie sich einen Tag nehmen, um mehr über diesen Anbieter zu erfahren.
Vom Kreditzinssatz unterscheidet man die Guthabenzinsen. Der Kreditzinssatz gibt an, welchen Prozentsatz Sie für die Inanspruchnahme eines Kredites bezahlen müssen. Der Guthabenzinssatz gibt hingegen an, mit welcher Rendite sich Ihr Guthaben beispielsweise auf einem Bankkonto vermehrt.